Entschädigung bei verspäteter Ankunft. Foto: Touristikdepesche / JH
Entschädigung bei verspäteter Ankunft. Foto: Touristikdepesche / JH

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs müssen Fluggesellschaften auch Passagiere entschädigen, wenn diese durch einen verspäteten Zubringer den Anschluss verpassen.Die EU-Richter haben entschieden, dass Passagiere, die wegen einer Flugverspätung ihren Anschlussflug verpassen, einen Anspruch auf Ausgleichzahlung haben. Der Anspruch gilt auch bei einer Verspätung eines Zubringerflugs von weniger als drei Stunden. Denn es kommt laut EuGH allein nur darauf an, wann der Reisende an seinem Zielort ankommt. Sobald die Verspätung dabei insgesamt 180 Minuten überschreitet, haben die Passagiere gemäß EU-Verordnung 261/200 einen Anspruch.Voraussetzung für die Ausgleichszahlung ist, dass keine außergewöhnlichen Umstände wie Streiks zu der Verspätung geführt haben und dass die Flugreise mit einer einheitlichen Buchung gekauft wurde. Andreas Sernetz, Gründer und Geschäftsführer der Verbraucherschutz-Plattform Fairplane.net, erwartet, dass die Entscheidung weitreichende Folgen für die Reisebranche haben wird. „Wir gehen davon aus, dass Airlines und Veranstalter künftig bei Flügen mit Zwischenlandung mehr Pufferzeit einkalkulieren werden. Das mag die Wartezeiten für Passagiere verlängern, bietet aber die Sicherheit, die Anschlussflüge zu erreichen.“

Im aktuellen Fall hatte eine Deutsche gegen Air France geklagt, da der Zubringerflug der Klägerin mit zweieinhalb Stunden Verspätung landete, woraufhin sie alle Anschlussflüge verpasste und ihr Ziel erst elf Stunden zu spät erreichte.  www.biztravel.de

Vorheriger ArtikelSpecial Fan Packages auf der Full Metal Cruise
Nächster ArtikelAbenteuer im Baumhaus & Wasserchalet