Inmitten der überwältigenden grönländischen Natur, in unmittelbarer Nähe zum Ipiq Sermia Gletscher erleben Gäste des Camp Eqi ein großartiges Naturschauspiel: Die Geburt von Eisbergen. Das Camp besteht aus zehn Selbstversorger-Hütten für jeweils zwei bis drei Personen und ist per Boot vom ca. 80 Kilometer entfernten Ilulissat zu erreichen. Mit Air Greenland fliegen Touristen bequem und einfach in etwa sechs Stunden von Kopenhagen nach Ilulissat. Zwei Übernachtungen inklusive der fünf-sechs-stündigen Bootsanreise ab Ilulissat bietet DERTOUR pro Person für 633,- EUR an. Die Exkursion zum Camp Eqi ist auch direkt bei World of Greenland (www.worldofgreenland.com) buchbar.

Wenn Gletscher kalben, wird die ganze Macht von Mutter Natur deutlich: Gewaltige Eisblöcke, welche der Gletscher vom ewigen Inlandeis bis zur Küste bewegt hat, lösen sich, stürzen ins Wasser und beginnen ihre Reise im Meer. Um die Eisberge aus der Diskobucht, in der auch das Camp Eqi liegt, rankt sich ein Mythos. Denn die typischen Wege der Eisgiganten in den Ozeanen lassen darauf schließen, dass die Titanic durch einen Eisberg aus dieser Region zu ihrem unheilvollen Ende kam. Wer sich mit dem Boot dem Camp Eqi nähert, dem wird auf der Fahrt schnell bewusst, wie solche Kolosse für die Ozeanriesen gefährlich sein können. Die grönländischen Skipper sind allerdings mit den lokalen Gegebenheiten bestens vertraut und navigieren ihre Passagiere sicher an den Ort ihres außergewöhnlichen Aufenthalts.

Durch seine Lage in unmittelbarer Nähe zur Abbruchkante eines der aktivsten Gletschers der Welt bietet das Camp Eqi seinen Gästen die Möglichkeit, tief in das grönländische Naturerlebnis einzutauchen. Von hier aus bieten Guides geführte Wanderungen zum Inlandeis oder zur Lagune an. Obwohl ­ oder gerade weil ­ man hier fernab jeglicher Zivilisation ist, findet der Reisende ein reiches Tierleben vor. Schneehasen, -hühner und ?füchse, aber auch Seeadler, Robben und mit etwas Glück sogar Wale gibt es in der Umgebung des Camp Eqi zu beobachten. Ohne Ablenkung durch andere Reize wie E-Mail oder Telefon wird an diesem Ort Zeit wirklich relativ ­ und der Kopf frei.

Die zehn Gäste-Hütten des Camp Eqi sind gemütlich aber zweckmäßig eingerichtet und in zwei Varianten ­ mit oder ohne privater Dusche/WC ­ verfügbar. Gekocht und gegessen wird im Haupthaus des Camps.

Noch nie war der Grönland-Urlaub so einfach. Dank Flugverbindungen das ganze Jahr über, Reiseprogrammen von zahlreichen (deutschen) Anbietern und einem vielfältigen Hotelangebot, ist mittlerweile der Traum vom Urlaub an Eisfjorden und am Inlandeis leicht zu verwirklichen. Circa 35.000 Touristen besuchen Grönland pro Jahr. Wer hier nicht während einer Kreuzfahrt Halt macht, erreicht die größte Insel der Welt mit Air Greenland in viereinhalb Stunden ab Kopenhagen. Von der Planung über die Buchung bis hin zum Erlebnis ist Grönland heutzutage nur noch wenige Klicks entfernt.
Einfaches Buchen
Eine Reise nach Grönland lässt sich mittlerweile ganz unkompliziert entweder über das Internet, in jedem deutschen Reisebüro um die Ecke oder über Reiseveranstalter in Dänemark und Grönland buchen. Wer auf eigene Faust reisen will, kann den Flug bequem online unter www.airgreenland.com kaufen. Die einzelnen Aktivitäten ordern Individualurlauber vor der Reise direkt bei Veranstaltern wie beispielsweise Greenland Travel (www.greenland-travel.com) in Kopenhagen und World of Greenland (www.worldofgreenland.com) in Ilulissat auf Grönland. Auch vor Ort können Ausflüge und Pakete im Hotel oder am Flughafen organisiert werden. Außerdem haben deutsche Reiseveranstalter wie DERTOUR fertige Grönland-Reisepakete im Programm, die den Flug, Übernachtungen und verschiedene Aktivitäten bereits enthalten. DERTOUR integriert Reisen nach Grönland sowohl in sein Sommer- als auch Winterprogramm.
Informieren leicht gemacht
Das grönländische Fremdenverkehrsamt in Kopenhagen ist die erste Anlaufstelle für Grönland-Interessierte. Auf der Homepage www.greenland.com erfahren Besucher Wissenswertes über das Land. Sie ist vor allem für Individualreisende interessant. Die Seite wird demnächst auf Deutsch verfügbar sein. Weiteren Lesestoff bieten Reiseführer und Erlebnisberichte.
Entspannt hinkommen: Air Greenland
Air Greenland ist Grönlands nationaler Carrier und heute die einzige Fluglinie die ganzjährig zwischen Dänemark und Grönland operiert. Die Flotte besteht aus 35 Flugzeugen und Helikoptern. Die wichtigste internationale Route verbindet in knapp über vier Stunden Kopenhagen mit Kangerlussuaq, einer ehemaligen US-Militärbasis und dem heutigen Drehkreuz für die meisten Inlands- und Auslandsflüge. Von hier aus geht die Reise weiter in alle Regionen der größten Insel der Welt: so z.B. nach Nuuk, Hauptstadt und kulturelles Zentrum Grönlands, oder Ilulissat in der Diskobucht mit seinem Eisfjord, der zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Im Sommer bietet Air Greenland darüber hinaus Direktflüge von Kopenhagen nach Narsasuaq in Südgrönland – die Flugzeit beträgt weniger als fünf Stunden. Die 13 Flughäfen, sechs Helikopter-Flugplätze und 40 Landeplätze sind essenziell wichtig für die Insel und garantieren eine Vernetzung der Städte und Regionen das ganze Jahr über.
Wohin? Die Destinationen
Nuuk ist Hauptstadt und kulturelles Zentrum Grönlands. Sie liegt im Westen der Insel, 250 Kilometer südlich des Polarkreises am Nuuk-Fjord. Hier treffen die traditionelle Lebensweise und das moderne Grönland aufeinander. Das kulturelle Angebot reicht von Ausstellungen und Museen über experimentelles Theater bis hin zu Musik. Ein Besuch lohnt sich im Nationalmuseum (Kalaallit Nunaata Katersugaasivia). Es zeigt die grönländische Geschichte sowie die Mumien von Qilakitsoq aus der Thule-Kultur. Nuuk ist mit seinen 17.834 Einwohnern mittlerweile eine sehr moderne Stadt mit europäischem Standard. In Nuuk befinden sich die politischen Institutionen wie Parlament und Regierungssitz, die Stadt verfügt über eine Universität mit einer renommierten Forschungs- und Wissenschaftsfakultät. Sogar GrønlandsBANKEN hat hier ihren Sitz und auch das Hotellerie- und Restaurantangebot hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Auch wenn die Stadt nur zwei Ampeln hat, ist das Straßennetz sehr gut ausgebaut und Autos haben schon längst Hundeschlitten abgelöst. Das touristische Zentrum von Grönland ist die Diskobucht und die Stadt Ilulissat, im südlichsten Teil von Nordgrönland. Der Name Ilulissat bedeutet ‘Eisberge’ und dieser Name ist Programm: Die Stadt liegt an der Mündung des 40 Kilometer langen Kangia Eisfjords. An seinem Ursprung steht der schnellste Gletscher der Welt, der sich täglich bis zu 22 Meter nach Westen bewegt. Besonders attraktiv sind Helikopterflüge über den Eisfjord und Bootstouren an imposanten Eisbergen vorbei. Mehr als 5.000 Hunde bevölkern die Stadt und einige von ihnen ziehen den größten Hundeschlitten der Welt. Reisende wandeln hier auf bedeutenden Spuren, denn der Polarforscher Knud Rasmussen wurde in Ilulissat geboren. In seinem Geburtshaus ist heute das Ilulissat-Museum beheimatet. Südgrönland ist der fruchtbarste Teil der Insel. Von Narsarsuaq aus bietet sich ein Blick auf das Schafzuchtanwesen Qassiarsuk auf der anderen Seite des Fjords. Die Landschaft zeigt sich in einem satten grün: grüne Felder und grüne Hänge, viele Kräuter und Blumen, sogar kleine Bäume wachsen hier, genauso wie Tomaten und Kartoffeln. Nicht umsonst nannte Erik der Rote die Insel „Grænland“, altnordisch für „Grünland“, als er hier siedelte. In den Bergen und Hügeln stoßen Wanderer auf Überbleibsel vergangener Wikingertage und wer den Trampelpfaden der Schafe folgt, erreicht häufig eine Station mit Übernachtungsmöglichkeit.
Warum Grönland? Erlebnisse und Aktivitäten
• „Juw juw“ und „Hrii hrii hrii“, das bedeutet links und rechts beim Hundeschlittenfahren. Seit 2.000 Jahren ist dieses Fortbewegungsmittel ein Symbol Grönlands. Noch heute nutzen vor allem Fischer und Jäger den Schlitten. In der Saison von Ende Februar bis Anfang Mai können Urlauber sowohl einstündige Ausflüge, als auch mehrtägige Touren und große Expeditionen von Kangerlussuaq im Westen nach Qaanaaq im Norden erleben.
• Ist das eine Walflosse dahinten im Meer? Sehr wahrscheinlich schon. Alle Städte Grönlands liegen an der Küste und von Mitte Sommer bis Anfang Herbst
stehen die Chancen gut, Wale zu sichten. Am häufigsten tummeln sie sich vor Nuuk und in der Diskobucht. Manchmal sieht man die Tiere schon bei einem Spaziergang von der Stadt aus, die beste Aussicht erlebt man aber vom Wasser, egal ob auf einem Kreuzfahrtschiff oder einem Ausflugsboot.
• Tote Seelen und Walrossschädel: Nach den grönländischen Legenden werden Polarlichter durch tote Seelen verursacht, die mit Walrossschädeln Ball spielen. Deshalb heißen sie auf Grönländisch auch „arsarnerit“ – Ballspiel. Sie entstehen das ganze Jahr über, aber im Dunkeln kommen sie am besten zur Geltung. Einer der besten Plätze für Polarlichter ist Kangerlussuaq. Hier ist der Himmel oft klar.
• Nur in der warmen Südsee? Nein, tauchen kann man auch auf Grönland. Hier lässt sich erkunden, wie mächtig ein Eisberg wirklich ist, denn die größte Fläche liegt unter der Wasseroberfläche. Aber auch alte Schiffwracks sowie eine Vielzahl an Fischen und Wasserpflanzen machen die Kälte (die Wassertemperatur liegt bei null bis vier Grad Celsius) wieder wett.
• Skiurlaub im Helikopter: „Heli-skiing“ nennt sich diese unkonventionelle Art des Skiurlaubs. Air Greenlands Helikopter fliegen die Heli-Skiier jeden Tag zu einer anderen Bergspitze, von da geht es dann abwärts.
• Lebendige Tradition – das ist das Kajak. In Grönland wurde es zur Jagd von Robben und Vögeln eingesetzt und wird noch heute bei der Waljagd benutzt. Das Kajak ist Symbol für traditionelle Kultur, die noch heute lebendig ist. Touristen mit Erfahrung können um die Eisberge paddeln oder in die Nähe von Walen und Robben gelangen. Für Anfänger ist Grönland im Kajak allerdings eher nicht geeignet.
Was gibt’s zu essen? Die grönländische Küche
Besondere Wertschätzung verdient die grönländische Gastronomie. In jedem größeren Ort haben sich Feinschmeckerrestaurants etabliert, in denen die Köche grönländische Traditionen und lokale Rohwaren mit den besten Errungenschaften der internationalen Küche verbinden. Fisch und Schalentiere gehören ebenso zu den Spitzenprodukten wie Moschusochse, Lamm, Rentier, Robben- oder auch Walfleisch. Garnelen beispielsweise gedeihen im kalten Wasser nur langsam und entwickeln so einen kräftigen Geschmack. Grönländische Kräuter und Beeren runden jedes Gericht ab. Auch die Kartoffeln und
Tomaten aus dem Süden der Insel werden von den Gourmetköchen verwendet. Wie wäre es mit geröstetem Moschusochse, arktischem Saibling in Curry oder geräuchertem Rentier?
Einfach vor Ort
Geld
• In Grönland wird mit der Dänischen Krone bezahlt. In allen größeren Städten gibt es Banken, oft tauschen auch Hotels Geld um und mit den üblichen Kreditkarten erhält man direkt aus dem Automaten die passende Währung.
Transport
• Zwischen den einzelnen Städten und Orten gibt es keine Straßen. So sind, neben dem Boot und dem Hundeschlitten (heute auch oftmals das (chneemobil), Flugzeuge und Helikopter das wichtigste Fortbewegungsmittel.
Supermärkte und Preise
• Der größte Handelskonzern Grönlands, KNI A/S, betreibt unter der Marke „Pilersuisoq” Supermärkte in zehn Städten und 53 Siedlungen. Wenn es um Fisch und Fleisch geht, kann sich Grönland gut selbst versorgen. Alle anderen Lebensmittel müssen importiert werden. So sind die Preise circa zehn Prozent höher als in Skandinavien. Ganz oben auf der Skala stehen Alkohol, Tabak sowie frisches Obst und Gemüse.
Kommunikation
• Das deutsche Handy funktioniert einwandfrei auf Grönland. Auch die Grönländer selbst sind gut vernetzt. Unter den 56.196 Einwohnern existieren 55.816 (2008) Handys und 11.695 (2008) Internetanschlüsse.
Sprache
• Grönländisch oder Kalaallisut ist die offizielle Landessprache, Dänisch die wichtigste Fremdsprache. Ein großer Teil der Bevölkerung spricht zudem Englisch, vor allem junge Leute in den größeren Städten, manche sogar Deutsch.

Weitere Informationen:

DERTOUR

Telefon: 01805 – 33 76 66
Internet: www.dertour.de

World of Greenland (Ilulissat/Grönland)

Espen Andersen
Telefon: +299 94 43 00
E-Mail: info@wog.gl
Internet: www.worldofgreenland.com

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